Berufsunfähigkeitsversicherung: Keine echten BU Alternativen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt Berufstätige verlässlich vor den finanziellen Konsequenzen, wenn diese ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Allerdings werden für den Rundum-Schutz im BU Fall bestimmte Beiträge fällig. Aus diesem Grund wird von manchen Versicherern gerne auf mögliche Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung verwiesen. Laut Werbeversprechen sollen diese für sehr günstige Monatsbeiträge die BU Versicherung sogar komplett ersetzen können. Doch schützen die Alternativpolicen wirklich ebenso effizient wie eine vollwertige, private Berufsunfähigkeitsversicherung? Unsere Experten sind dieser Frage für Sie nachgegangen.

Unfallversicherung ein möglicher BU Ersatz?

Eine oft beworbene Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Unfallversicherung. Diese leistet im Falle eines Unfalls die vertraglich vereinbarte Schadenssumme. Allerdings leistet die Unfallversicherung, wie ihr Name schon sagt, nur, wenn der Versicherte einen Unfall hatte, die Berufsunfähigkeit des Betroffenen ist dabei unerheblich. Zudem besteht diese Leistung in einer relativ hohen Einmalzahlung und nicht, wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, in einer dauerhaften Rentenzahlung. Nun klingt eine Versicherungssumme von, sagen wir, 100.000 Euro, nach sehr viel Geld – Wer aber dauerhaft berufsunfähig bleibt und noch viele Jahre bis zum Rentenalter überbrücken muss, ist mit der Unfallversicherung definitiv unterversorgt.

Dread Disease Versicherung als BU Alternative geeignet?

Eine relativ „junge“ Form der Risikoabsicherung ist die Dread Disease, also „schwere Erkrankung“, Versicherung. Auch diese wird gerne als Ersatz der BU Versicherung angepriesen. Tatsächlich leistet die Dread Disease Versicherung aber nur, wenn der Versicherte an einer, in seinem Versicherungsvertrag explizit genannten, Krankheiten leidet. Bei anderen Erkrankungen oder bei einem Unfall leistet die schwere Erkrankung Versicherung nicht. Ebenso wie die Unfallversicherung zahlt die Dread Disease Versicherung lediglich eine Einmalzahlung, ob der Versicherte dauerhaft berufsunfähig bleibt, spielt dabei keine Rolle.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist privater BU deutlich unterlegen

Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung wird zu sehr niedrigen Monatsbeiträgen angeboten, kann jedoch dem direkten Vergleich mit der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung nicht standhalten. Denn die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt zwar im Versicherungsfall, ebenso wie die BU, eine Rente, diese ist jedoch geradezu lächerlich niedrig. Der größte Stolperstein bei der privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung besteht jedoch darin, dass sie nicht die Berufs-, sondern die Erwerbsunfähigkeit abdeckt. Während die BU Versicherung leistet, wenn der Versicherte seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben kann, setzt die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung voraus, dass er überhaupt nicht mehr in der Lage ist, in irgendeinem Beruf zu arbeiten.

Fazit: Privater BU Schutz alternativlos

Wie man sieht, ist eine vollumfängliche Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung eine reine Wunschvorstellung. Denn jede mögliche Ersatzpolice hat ihre Tücken: Die Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen, die Dread Disease Police nur bei bestimmten Krankheiten und die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung auf Grund der erklärten Einschränkungen so gut wie gar nicht. Vor diesem Hintergrund ist die BU Versicherung tatsächlich alternativlos. Sie zahlt die vereinbarte BU Rente, egal warum der ursprüngliche Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, je nach Vertrag sogar bis ans Lebensende. Die beste Berufsunfähigkeitsversicherung findet der Einzelne am besten mit dem kostenlosen BU Vergleich, diesen finden Sie hier

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