Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Beamte und die BU-Versicherung: eine Sonderform

Als Beamter können Sie sich günstig gegen die die Folgen von Berufsunfähigkeit absichernIn der Berufsunfähigkeitsversicherung stellen Beamte, ebenso wie bestimmte andere Berufsgruppen, eine Sonderform dar. Der Grund hierfür ist, dass Beamte für den Fall einer Berufsunfähigkeit von ihrem Dienstherrn, also dem Staat abgesichert sind. Daher werden Beamte gegenüber dem Staat nicht berufsunfähig, sondern dienstunfähig. So gesehen könnte man also glauben, dass Sie als Beamter keine private Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen, weil Ihr Dienstherr im Rahmen einer Dienstunfähigkeitsversicherung vollumfänglich für Sie eintritt. Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung Beamte sinnvoll?

Viele glauben das eine BU Beamte nicht sinnvoll sei. Dies ist jedoch leider ein weit verbreiteter Irrglaube. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich gegen eine drohende Dienstunfähigkeit richtig absichern können, wenn Sie im Dienst des deutschen Staates stehen. Außerdem stellen wir Ihnen unseren Berufsunfähigkeitsversicherung-Vergleich mit integriertem Rentenrechner zur Verfügung, mit denen Sie schnell und sicher eine sinnvolle BU-Beamte  für sich finden können.

Dienstunfähigkeit: Welche staatliche Hilfe erhalten Beamte?

Wenn Beamte von Dienstunfähigkeit betroffen werden, verlieren sie, wie jeder andere Berufstätige auch, zumindest einen Teil ihres bisherigen Einkommens. Viele Beamte glauben, nicht privat gegen die finanziellen Folgen einer Dienstunfähigkeit vorsorgen zu müssen, da sie in einem Fall von Dienstunfähigkeit von ihrem Dienstherren weiterhin ihr gewohntes Gehalt empfangen. Leider ist dies nicht so.

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Erstens erwerben Sie als Beamter erst nach fünf Jahren im Staatsdienst den gesetzlichen Anspruch auf die sogenannte amtsunabhängige Mindestversorgung im Falle von Dienstunfähigkeit. Gerade für junge Beamte kann dies bereits eine große Hürde sein.

Amtsunabhängige Mindestversorgung reicht nicht um Lebensstandard zu halten

Zweitens beträgt die amtsunabhängige Mindestversorgung zur Zeit lediglich 1200 Euro. Wenn Sie keine größeren finanziellen Verbindlichkeiten erfüllen müssen, mag dies ausreichen, doch wenn Sie sich einen gewissen Lebensstandard erarbeitet haben oder eine Familie versorgen, ist dieser Betrag sehr gering. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie für den Rest Ihres Lebens gegenüber Ihrem Dienstherren lediglich Anspruch auf diesen Grundbetrag haben, wenn Sie als noch junger Beamter von Dienstunfähigkeit betroffen werden, sind dies nicht gerade rosige Aussichten.

Drittens setzt die Anerkennung Ihrer Dienstunfähigkeit als Beamter strenge BU-Gesundheitsprüfungen voraus, die einige Zeit in Anspruch nehmen. Im extremsten Fall stehen dienstunfähige Beamte für diesen Zeitraum ohne Einkommen da.

Anderweitige Verwendbarkeit für Beamte

Ein zusätzlicher Stolperstein für Beamte, die sich um die Anerkennung ihrer Berufsunfähigkeit bemühen, ist die sogenannte anderweitige Verwendbarkeit. Eine anderweitige Verwendbarkeit für Beamte entspricht in etwa der abstrakten Verweisung innerhalb einer Versicherung. Sie bedeutet, dass Ihr Dienstherr, falls Sie berufsunfähig werden, von Ihnen verlangen kann, in einer anderen Position und einer anderen Dienststelle weiter für den Staat tätig zu sein, wenn Ihnen dies nach ärztlicher Meinung zuzumuten ist.

Dies bringt in den meisten Fällen für die betroffenen Beamten einen Abstieg mit sich. Der frühere Abteilungsleiter eines Finanzamtes, der zur Ausübung seines bisherigen Dienstes nicht mehr fähig ist, könnte rein hypothetisch immer noch als Pförtner in einem Landesministerium eingesetzt werden, sofern dies ärztlich vertretbar ist.

Private Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte

Wie Sie sehen, ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte also doch durchaus sinnvoll. Denn wenn Sie Beamter sind und berufsunfähig werden, können Sie statt der geringen Unterstützung Ihres Dienstherrn die vertraglich vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente Ihrer privaten BU in Anspruch nehmen. Natürlich nur, wenn Sie eine solche abgeschlossen haben.

Private BU für Beamte: Tarife vergleichen

Wenn Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung Beamte abschließen möchten, so sollten Sie unbedingt zuvor die für Sie in Frage kommenden BUV-Tarife vergleichen. So müssen Sie beispielsweise darauf achten, dass das Vertragswerk des von Ihnen gewählten Tarifs Dienstunfähigkeit ausdrücklich als Berufsunfähigkeit anerkennt. Aber auch aus anderen Gründen ist ein Vergleich unter den privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen immer sinnvoll. Die unterschiedlichen Tarife enthalten nämlich nicht nur unterschiedliche Vertragsklauseln, die Sie einem objektiven Vergleich unterziehen sollten. Unterschiede gibt es auch bezüglich der Beiträge und der Höhe der im Ernstfall ausbezahlten BU-Rente, auch hier ist der Tarifvergleich in Verbindung mit dem Berufsunfähigkeitsversicherung-Rechner äußerst wichtig für Sie als Beamten.

von Oliver Hanke
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